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Honigkuchen und fromme Brüder in Christiansfeld
Freitag, Februar 29 2008

Fünfzehn Kilometer nördlich von Haderslev: eine andere Stadt, eine andere Welt – Christiansfeld, geprägt durch eine Glaubensgemeinschaft, die sich ihre tolerante Frömmigkeit seit 1773 bewahrt hat. Kein Puppenstuben-Idyll, kein Gassengewirr aus dem Mittelalter, wenig weltzugewandte Fröhlichkeit, wie sie ansonsten in den bunten Fußgängerzonen Dänemarks herrscht, wenig Schmuck, kaum Schnörkel und schon gar kein Prunk in den religiösen Stätten dieser wohl ungewöhnlichsten Stadt im kleinen Königreich. Vor über 240 Jahren siedelte sich hier eine „Gemeine“ der Herrnhuter Brüder an, eine pietistisch-protestantische Gruppe aus der Oberlausitz. Sie baute sich eine Kirche, groß, schlicht und ergreifend. Die braven Brüder und Schwestern legten einen Friedhof an, mit einfachen Steinplatten, eine wie die andere, alle nach Osten ausgerichtet. Die Brüder ruhen links vom Eingang, die Schwestern zur Rechten.

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