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Dänischer Film

Die dänische Filmtradition ist lang. Eine der ältesten Filmgesellschaften der Welt ist dänisch und hat Filme hergestellt, über die sich Generationen gefreut haben. Heute noch besitzt der dänische Film großes Ansehen im Ausland, nicht zuletzt durch große Filmschaffende wie Bille August oder Lars von Trier.

Gebäude und Sonnenuntergang

Preise für den dänischen Film

Dänische Filme räumen Preise ab wie nie zuvor. Eine natürliche Fortsetzung der Erfolge der vergangenen Jahre:  Lone Scherfig erhielt den "Silbernen Bären" für "Italienisch für Anfänger" auf dem Berliner Filmfestival 2001 und Cristoffer Boe gewann die Camera D'or, die Goldene Kamera, für seinen Film "Reconstruction" auf dem Filmfestival un Cannes 2003.

Der Dogma-Film

Hier sind alle Äußerlichkeiten wie Beleuchtung und Musikuntermalung, Schminke und Kostüme, Spezialeffekte und natürlich Riesenbudgets weggelassen, so stehen die Schauspieler und die Geschichte, die sie erzählen, ganz für sich. Thomas Vinterbergs preisgekrönter Film „Das Fest“ war der erste Dogma-Film, dann folgten Lars von Triers „Idioten“ und Søren Kragh Jacobsens Silbermedaillengewinner „Mifune“. Auch Lone Scherfigs „Italienisch für Anfänger“ erhielt auf dem Filmfest Berlin 2001 eine Silbermedaille.

In den letzten Jahren ist das Interesse am dänischen Film auch in Deutschland gestiegen. Nicht zuletzt dank Dogma. "Kleine Missgeschicke" (Små ulykker) von Annette K. Olesen, "Kira" (En kærlighedshistorie) von Ole Christian Madsen, "Open Hearts" (Elsker dig for evigt) und "Brothers" (Brødre") von Susanne Bier, "Dänische Delikatessen" (De grønne slagtere) oder "Das Erbe" (Arven) von Per Fly sind nur einige Beispiele.

Auch dänische Fernsehserien wurden preisgekrönt und liefen teilweise auch im deutschen TV.
Dannebrog

Viele Talente

Das dänische Filmmilieu sprudelt vor Talenten wie Regisseuren, Produzenten, Drehbuchautoren, Szenografen, Fotografen, Schauspieler, Cutter in einer breiten Anzahl verschiedener Genres. Bekannte Namen sind Bille August (Das Geisterhaus, Fräulein Smilla) und Gabriel Axel (Babettes Fest), neu sind Nicolas Winding Refn (Pusher) oder Anders Thomas Jensen (Ernst og Lyset). Der dänische Kinderfilm besitzt hohes Niveau und hat eine lange Tradition an Preisen und Auszeichnungen. 25 Prozent des Kulturhaushalts gehen an den Kinderfilm. In Odense gibt es jedes Jahr ein bedeutendes dänisches Kinderfilm-Festival.

100 Jahre Film

Die dänische Filmtradition ist lang. Eine der ältesten Filmgesellschaften der Welt, Nordisk Film, ist dänisch und hat seit 1906 eine grosse Reihe dänischer Filme in den gleichen Studios produziert. Eine Besichtigung der Studios in Valby bei Kopenhagen ist möglich. Heute sind eine Reihe neuerer Filmgesellschaften entstanden, und Zentropa Film (Lars von Triers Goldene-Palme-Gewinner „Dancer in the Dark“) sowie Nimbus Film („Das Fest“ und „Mifune“) sind einige der markantesten.

Filme sehen in Dänemark

Das Kinoleben gedeiht in Dänemark, und der Juli und der August bietet viele Möglichkeiten Previews dänischer Filme mit englischen Untertiteln zu sehen, unter anderem bei großen Filmvorschauen unter freiem Himmel. In Kopenhagen, Odense, Århus und Aalborg gibt es in jedem Jahr Nachtfilmfestivals mit späten Filmerlebnissen für Nachtschwärmer. Den Danske Filminstitut, der öffentliche Förderer des dänischen Film- und Kinolebens, hat sein Kraftzentrum im Filmhuset in Kopenhagen.

 

Montag, März 12 2007