Heute wird das Katzenschlagen zwar immer noch am Faschingssonntag („fastelavnssøndag“) abgehalten, auf der Tonne ist jedoch nur noch eine Katze aufgemalt. Im Fass selbst sind meist Süßigkeiten. Abwechselnd dürfen die Kinder auf die Tonne schlagen. Derjenige, der das letzte Holzbrett abschlägt, wird zum Katzenkönig/-königin gekürt.
"Fastelavnsriset": Zweigbündel mit Süßigkeiten
Früher scheuchte man sich der Überlieferung nach mit einem Zweigbündel gegenseitig aus den Betten. Als Fruchtbarkeitssymbol waren die Zweige mit Bildern von Neugeborenen geschmückt. Männer schlugen damit dann ihre Frauen. Als Dank servierten diese ihnen dann Kuchen. Daher stammen auch die „fastelavnsboller“, das typische Blätterteiggebäck mit verschiedenen Füllungen und mit bunten Glasuren, das man zum Fasching isst.
Hier finden Sie Rezepte für dänische Faschingsbrötchen.
Der Brauch des Zweigbündels, der vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt, lebt heute ebenfalls noch: Kinder erhalten zu Fasching oft Zweigbündel mit Süßigkeiten.
Traditionelle Faschingsumzüge in Dragør und Store Magleby bei Kopenhagen
Im Süden von Kopenhagen auf der Halbinsel Amager finden zu Fasching traditionelle Umzüge statt. Um 10 Uhr morgens versammeln sich die festlich gekleideten Reiter, die Pferde sind ebenfalls geschmückt. Zuvorderst reiten zwei Flaggenträger, die die dänische Flagge „Dannebrog“ auf geschmückten Stangen tragen. Die Reiter besuchen verschiedene Häuser auf ihrer Runde durch die Stadt – überall wo sie Halt machen, erhalten Sie von den Gastgebern ein Glas Rumpunsch. Als Dank gibt es einen „Skålsang“/ein Trinklied. Um 16 Uhr geht es dann als Höhepunkt los mit dem Katzenschlagen. Zur Krönung wird am Ende der Katzenkönig gekürt.
In Dragør findet das Katzenschlagen bei Blushøj am Faschingssonntag statt. In Store Magleby Hovedgade im Amagermuseet startet das Ganze erst am Rosenmontag.